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Algarve Roadtrip

by eineportionglueck

Blaues Meer, gelber Sand, rote Felsküsten und dazu eine bunt blühende Pflanzenwelt. Die Algarve ist bunt, wunderschön und hat wahnsinnig viel zu bieten. Entlang der Felsalgarve beeindrucken imposante Steilküsten, kleine Grotten und traumhafte Buchten. Die Sandalgarve dagegen gleicht einem echten Paradies auf Erden. Hier gibt es schöne kleine Ortschaften und endlose Sandstrände, die erst an der Grenze zu Spanien enden.

Ende September sind wir zwei Wochen die Algarveküste entlang gereist. Wir hatten einen Mietwagen und haben einen richtigen Roadtrip gemacht. Es war eine wunderschöne Reise, die ich jederzeit wieder machen würde. Das waren unsere einzelnen Stopps:

1. Costa Azul

Gestartet sind wir von Lissabon aus. Hier haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind über die Ponte Vasco da Gama Richtung Algarve losgedüst. Mein Geheimtipp: Legt unbedingt einen Halt an der Costa Azul ein. Das ist die Küste, die südlich von Lissabon beginnt. Ich kann euch den Strandabschnitt „Praia de Melides“ sehr ans Herz legen.  Der Strand liegt auf einem lang gezogenen Sandstreifen, der das Meer von einer Lagune trennt. Traumhaft schön!

Costa Azul

Costa Azul

2. Aljezur

Das Provinzstädtchen Aljezur war unser erster Zwischenstopp. In den 1980er sind hier viele Aussteiger aus Deutschland hergekommen. Heute gibt’s hier jede Menge schöne Cafes und viele Surf-Schulen. Kein Wunder! An dem Strand „Praia da Arrifana“ gibt’s wilde Atlantikwellen, die wagemutige Wellenreiter anlocken. Der Strand liegt zu Füßen gewaltiger grauer Klippen und zählt zu den schönsten Stränden der Algarve. Die Unterkunft Amazigh Guest House ist übrigens sehr schön und mein Essenstipp: das Restaurante O Paulo – hier gibt’s fangfrischen Fisch.

Aljezur

Aljezur

Aljezur

Aljezur

Aljezur - Amazigh Guest House

Aljezur – Amazigh Guest House

3. Sagres und Umgebung

Nach unserem Aufenthalt in Aljezur ging es für uns weiter Richtung Sagres. Auf dem Weg dahin haben wir beim wunderschönen Strand „Praia de Bordeira“ angehalten. Der Strand ist weit weg vom Touristentrubel – das erkennt man schon an den vielen Hippie-Wohnwagen, die auf dem Parkplatz vor dem Strand campieren. Kein Wunder, dass die Hippies hier teilweise wochenlang bleiben. Die „Praia de Bordeira“ ist eine wilde Schönheit mit hohen Wellen (perfekt für Surfer) und einfach traumhaft! Aber Vorsicht: Baden ist hier leider oft gefährlich…

Praia de Bordeira

Praia de Bordeira

Danach ging’s weiter zum Cabo de Sao Vicente. Dieser Aussichtspunkt ist ein echtes Muss für alle Algarve-Reisende. Das 60 m hohe Feslplateau ragt majestätisch in den Atlantik und man hat eine traumhafte Aussicht. In der Antike dachte man tatsächlich, das sei das Ende der bewohnten Welt, wo sich die Götter nach getaner Arbeit zur Ruhe betteten. Auch heute noch kann man vom Ende der Welt träumen und den traumhaften Anblick genießen. Vor dem Aussichtspunkt kann man übrigens die letzte Bratwurst vor Amerika genießen. Mein Tipp: Abends legt sich der Trubel und man kann in Ruhe den Sonnenuntergang beobachten.

Cabo de Sao Vicente

Cabo de Sao Vicente

Cabo de Sao Vicente

Cabo de Sao Vicente

Danach haben wir ein bisschen Abkühlung gebraucht und sind an der „Praia de Beliche“ kurz ins Meer gesprungen. Diese wunderschöne Bucht ist von roten Felsklippen umgeben. Direkt davor befindet sich ein Parkplatz und über eine kleine steile Treppe gelangt man hinunter zum Strand.

Praia de Beliche

Praia de Beliche

Als Letztes haben wir uns bei Sagres noch die „Fortaleza de Sagres“ angeschaut. Die Festung wurde im Jahr 1587 zerstört und danach wieder aufgebaut. Heute hat man hier eine wunderbare Aussicht, kann die Festungsmauern erklimmen oder die Windrose betreten und dem Meeresrauschen zuhören.

Fortaleza de Sagres

Fortaleza de Sagres

Fortaleza de Sagres

Fortaleza de Sagres

Fortaleza de Sagres

Fortaleza de Sagres

4. Lagos und Umgebung

Unsere nächste Station war das kleine Fischerörtchen „Burgau„. Dieser Ort ist noch relativ unverbaut und es hat sich eine Art Alternativtourismus herausgebildet. Der Strand von Burgau ist wegen den hohen Wellen sehr beliebt bei Surfern – trotzdem ist es hier ziemlich ruhig und man kann die Ruhe genießen.

Burgau

Burgau

Burgau

Burgau

Die nächsten paar Tage haben wir auf der wundervollen Ferienranch „Tapada Dos Machados“ verbracht. Die Ranch liegt in der Nähe von Portimao und ich kann sie euch nur empfehlen! Hier kann man die Orangen direkt von den Bäumen pflücken, es gibt sogar einen Esel und Schafe und die Gastgeberin Sandra und ihr Mann sind echte Herzensmenschen. Jeden Tag gab es frisch zubereitetes Frühstück und frisch gepressten Orangensaft. Ein echter Glücksort!

Tapada Dos Machados

Tapada Dos Machados

Tapada Dos Machados

Tapada Dos Machados

Bei Lagos befindet sich die Ponta da Piedade, die als DAS Naturhighlight der Algarve gilt: die Klippen der Küste wurden durch die Meeresströmung zu Steinsäulen, natürlichen Tunneln und versteckten Grotten geformt. Die goldenen Sandsteinklippen und im Kontrast dazu das tiefe Türkis des Meeres – so wunderschön!  Wir haben eine Bootstour durch die Ponta da Piedade gemacht, in einem kleinen Fischerboot nur zu zweit. Es war zwar etwas beängstigend und wackelig aber auch sehr beeindruckend! Abends kann man an der Ponte de Piedade den Sonnenuntergang beobachten, spazieren gehen und sogar Treppen zu den Grotten hinabsteigen.

Ponte de Piedade

Ponte de Piedade

Ponte de Piedade

Ponte de Piedade

Ponte de Piedade

Ponte de Piedade

Bei der Ponta de Piedade befinden sich auch jede Menge kleine Buchten und schöne Strände. Mein Tipp hier: Den Praia do Camilo lieber meiden, da hier sehr viel los ist. Am Stadtstrand Praia Dona Ana ist auch viel los, allerdings gut verteilt und der Strand ist trotzdem traumhaft schön. Mein absoluter Lieblingsstrand war aber der Praia do Pinhao: perfekter Ausblick auf die Felsformationen im Meer, wenig Touristen und zwei wunderschöne Strandabschnitte, die durch eine Höhle miteinander verbunden sind.

Praia Dona Ana

Praia Dona Ana

Praia do Pinhao

Praia do Pinhao

Ein weiterer Traumstrand in der Nähe von Lagos ist die Praia da Marinha. Der etwas abgelegene Strand gehört zu den schönsten Stränden der Felsalgarve. Er stand sogar schon mehrmals auf den unterschiedlichsten Traumstrandlisten ganz weit oben. Hier hat es uns auch richtig gut gefallen, obwohl leider einige Algen rumlagen. Ansonsten war es aber traumhaft schön!

Praia da Marinha

Praia da Marinha

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist der Strand Praia de Tres Irmaos. Ein schöner langer Sandstrand, perfekt geeignet für einen entspannten und ruhigen Tag am Meer. Hier führen auch Wanderwege durch das Haff- und Küstengebiet.

Praia de Tres Irmaos

Praia de Tres Irmaos

Die Algar Seco bei Carvoeiro ist eine weitere Naturschönheit der Algarve. Hier kann man eine wundervolle Welt aus blauen Grotten und bizarren Felshöhlen entdecken. Es gibt sogar einen natürlichen Pool – mitten in einer Grotte. Hier kann man baden, wenn das Wasser hoch genug ist.

Algar Seco

Algar Seco

Algar Seco

Algar Seco

5. Tavira

Nachdem wir uns Lagos und die Umgebung angeschaut haben, sind wir weiter nach Tavira gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen wunderbaren Strand entdeckt: die Praia de Albandeira. Hier war es wild, sehr wild! An der Praia de Albandeira gibt’s oft heftige Wellen. Aber ein seitlicher Höhlendurchgang am Strand führt nochmal zu einer einsamen Bucht – da war’s paradiesisch schön und wir waren tatsächlich komplett alleine.

Praia de Albandeira

Praia de Albandeira

Praia de Albandeira

Praia de Albandeira

Während der Fahrt nach Tavira haben wir noch einen zweiten Stopp eingelegt und uns das Sandfestival in Pera angeschaut. Das Festival Internacional de Esculturas de Areia (FIESA) findet jedes Jahr von April bis Oktober statt und ist wirklich beeindruckend. International bekannte Künstler formen aus über 35.000 Tonnen Sand vergängliche Kunstwerke auf einer Fläche von 15.000 m². Kaum zu glauben, was für faszinierende Kunstwerke mit Sand möglich sind!

Sandfestival

Sandfestival

Dann sind wir endlich in Tavira angekommen, was für ein schnuckeliges kleines Städtchen! Tavira wird sogar als „Venedig der Algarve“ bezeichnet und hat einen ganz besonderen Flair. Die kleine Stadt hat tatsächlich gut 20 Kirchen und viele historische Stadtpaläste. In der Innenstadt solltet ihr unbedingt die Ponte Romana, den Praca de Rupublica und das Rathaus anschauen. An der Igrjeo da Misericordia geht’s schöne Gässchen hinauf zum Castelo de Tavira. Auf der alten Mauerfestung habt ihr einen fantastischen Ausblick über die Stadt und es gibt einen verwunschenen Garten. Direkt daneben befindet sich der alte Wasserturm, in dem man heute eine Kamera Obscura anschauen kann – sehr beeindruckend!

Tavira

Tavira

Tavira

Tavira

Tavira

Tavira

In der Nähe von Tavira gibt es wunderschöne Sandstrände – diese befinden sich aber auf vorgelagerten Inseln. In der Nähe der Apartmentanlage Pedras de’l Rei gibt es eine pfeifende kleine Lok, die durch das Haff zur Ilha de Tavira fährt. Hier gibt es den wunderschönen Strand „Praia de Barril“, der mit dem weißen Sand zu den schönsten Stränden der Algarve zählt.

Praia de Barril

Praia de Barril

Ein absoluter Geheimtipp ist Fuseta und die Ilha de Fuseta. Das Fischerörtchen hat eigentlich nicht viel zu bieten und ist sehr ruhig. Am kleinen Hafen fahren aber Fährboote auf die vorgelagerten Insel. Die ist ein echter Traum – hier gibt’s endlosen Sandstrand, kaum Touristen, türkisblaues Wasser und wunderbare Ruhe.

Ilha de Fuseta

Ilha de Fuseta

 

Am Ende unserer Reise waren wir einfach nur begeistert von Portugal und der Algarve – es gibt hier so wahnsinnig viel zu sehen und die Strände und die Landschaft sind unglaublich vielseitig. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

 

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