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Roadtrip Sardinien – Insel der Farben

by eineportionglueck

Oh Sardinien, es war so schön mit dir! Diese Insel ist etwas ganz Besonderes, so vielfältig und wild. Mit den unendlich vielen Traumstränden, der atemberaubenden Natur, dem glasklaren Wasser, den bizarren Felsen…  So viel zu sehen, so viel Abenteuer, so viele Wunder. Ich bin immer noch ganz verliebt in diese traumhafte Insel!

Ende September habe ich mit meinem Freund fast 3 Wochen auf Sardinien verbracht und die Insel fast komplett umrundet. Wir hatten dafür einen Mietwagen und haben alle Küstenabschnitte außer den südlichen Teil erkundet. Meine Tipps und Lieblingsorte möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen. Ich habe unsere Reise dafür in folgende Abschnitte unterteilt:

 

Der Westen und die Costa Verde

Alghero und der Nordwesten

Der Norden

Der wilde Osten

Meine Sardinien Tipps

 

Der Westen und die Costa Verde

Unberührte Natur. Meterhohe Dünen. Wilde Strände.

Die Westküste Sardiniens ist wirklich unglaublich schön! Hier findet man unberührte Natur und wilde Traumstrände. Besonders magisch ist die Costa Verde mit ihren endlos langen, weiten und golden glitzernden Sanddünen vor dem Meer. Die Dünen sind teilweise so hoch, dass sie zu den höchsten Dünen in ganz Europa gehören. Und wenn man Glück hat, kann man sogar Schildkröten sehen, die in den Dünen ihre Eier ablegen. Wir waren am Spiaggia di Piscinas – ein Strand, der umgeben ist von Dünen.  (Tipp: Vorsicht bei der Anfahrt! Die Straßen sind teilweise ziemlich holprig und man muss sogar einen kleinen Fluss mit dem Auto überqueren)

Ein weiteres Highlight der Westküste ist der Nationalpark der Sinis-Halbinsel. Wir haben uns hier den Sale Porcus angeschaut, einer der vielen Salzwasserlagunen. Leider war die Lagune ausgetrocknet aber im Herbst kann man hier Flamingos sehen, die auf ihrem Weg nach Afrika Halt machen. Und auch ausgetrocknet war die Lagune sehr beeindruckend. Auf der Sinis-Halbinsel gibt es aber auch jede Menge schöne Strände – wie zum Beispiel den Spiaggia Is Arutas oder den Spiaggia di Capo San Marco mit einem süßen Leuchtturm im Hintergrund.

Danach ging es für uns weiter Richtung Norden. Auf dem Weg dahin haben wir aber noch an dem Naturpool Cane Malu gehalten, den das Meer in die Felsen geformt hat. Der Naturpool liegt nur 15 Minuten von Bosa entfernt und man fühlt sich hier wirklich wie auf einem anderen Planeten. Der steinige Boden schimmert mintgrün und sieht ein bisschen aus wie eine Mondlandschaft. Zum Träumen schön!

 

Die Costa Verde

Die Costa Verde

Sale Porcus

Sale Porcus

Spiaggia Is Arutas

Spiaggia Is Arutas

Spiaggia di Capo San Marco

Spiaggia di Capo San Marco

Naturpool Cane Malu

Naturpool Cane Malu

 


 

Alghero und der Nordwesten

Wilde Küsten. Traumhafte Buchten. Verwunschene Gässchen.

Im Nordenwesten hatten wir unsere Unterkunft in der Nähe von Alghero. In dem süßen Städtchen kann man in den verwinkelten Gässchen schön bummeln und rumschlendern. Und abends wird die Stadt von bunten Laternen erleuchtet, die über den schönen Gasschen aufgehängt sind.

Wenn ihr in der Nähe von Alghero seid, müsst ihr euch unbedingt die Neptungrotte anschauen! Hunderte steinerne Stufen führen in die riesige Tropfsteinhöhle hinein, in der man unendlich viele Stalagmiten und Stalaktiten bewundern kann. Wir waren wirklich fasziniert von dieser Grotte. (Tipp: unbedingt gleich die erste Tour um 9:00 Uhr machen, wenn noch wenig los ist.)

Unser Lieblingsstrand im Nordwesten war die wilde Badebucht Porto Ferro. Der weite, grobsandige Strand ist eingerahmt von einem dichten Pinienhain und im glasklaren Wasser kann man super schnorcheln.

 

Alghero

Alghero

Neptungrotte

Neptungrotte

Neptungrotte

Neptungrotte

Porto Ferro

Porto Ferro

 


 

Der Norden

Surferparadies. Wilder Wind. Bizarre Felsen.

Der Norden war meine absolute Lieblingsgegend in Sardinien! Die Landschaft ist so vielfältig, die Natur so bunt und die Strände sind wie im Paradies. Außerdem hatten wir hier eine traumhafte Unterkunft. Wir haben in einem alten Caravan gewohnt, der wunderschön hergerichtet war. Auf einem Bauernhof im Hinterland, mitten in der Natur. Sogar mit kleinem Garten, eigener Küche und mit einem wahnsinnig schönen Ausblick.

Im Norden haben wir uns Castelsardo angeschaut. Ein kleiner Küstenort, der hoch über dem Meer auf einem Felsen thront. Die bunten Häuser und die kleinen verwunschenen Gassen sind malerisch schön. Berühmt ist der Ort vor allem für die historische Festung und für die Korbflechterei. Auch heute kann man die Einwohner noch beobachten, wie sie vor ihren Haustüren sitzen und mit großer Geduld ihre bunten Körbe flechten.

Meine Lieblingsstrände im Norden? Der Strand Cala Canneddi ist mit dem glasklaren Wasser und dem hellen Sand sehr schön. Unsere Gastgeber vom Bauernhof haben uns aber den absoluten Traumstrand empfohlen: bei Valle dell’Erica gibt es einen Strand namens Spiaggia La Licciola. Wenn man bis zum Ende läuft, kann man über ein paar Felsen klettern und kommt dann zu einer abgelegenen Bucht. Hier war es wie im Paradies und wir hatten den Strand sogar für uns allein.

Das Capo Testa im Norden ist auch ein wirklich magischer Ort! Die kleine Halbinsel ist ein unglaubliches Naturschauspiel. Der Wind und die hohen Wellen haben die Felsen über die Jahre zu bizarren Fabelwesen aus Granit, außerirdisch wirkenden Tälern und traumhaften Sandstränden geformt. Und im Valle della Luna (Mondtal) leben bis heute noch Hippies in ihren selbst gebauten Hütten am Strand und in den Felsen. Hier fühlt man sich wie in einer anderen Welt!

Im Norden haben wir noch eine Nacht auf La Maddalena verbracht. Zum Nationalpark von La Maddalena gehören ganze 62 Inseln. Wir wollten hier eigentlich eine Bootsfahrt zu den einzelnen Inseln machen, aber es war leider zu windig. Deshalb sind wir mit dem Auto nach Caprera und zum Spiaggia del Relitto gefahren. So klares und türkises Meerwasser wie hier habe ich noch nie zuvor gesehen. Und beim Schnorcheln haben wir sogar einen Octopus gesehen!

 

La Cera Farm

La Cera Farm

Castelsardo

Castelsardo

Korbflechter in Castelsardo

Korbflechter in Castelsardo

Cala Canneddi

Cala Canneddi

Spiaggia La Licciola

Spiaggia La Licciola

Valle della Luna

Valle della Luna

Capo Testa

Capo Testa

La Maddalena - Spiaggia del Relitto

La Maddalena – Spiaggia del Relitto

 


 

Der wilde Osten

Einsame Badebuchten. Beeindruckende Berge. Schroffe Felsen.

Unser letztes Ziel war die Ostküste und der Nationalpark Gennargentu. Auf dem Weg dahin haben wir Halt gemacht am Spiaggia di Punta Est. Von diesem Strand aus kann man die Insel Tavolara sehen, die mit ihren steilen Felsen aus dem Meer herausragt. Ein wunderschöner Anblick!

Die Ostküste ist super geeignet, um sich ein Boot zu mieten. Wir sind dafür nach Cala Ganone gefahren und haben uns ein eigenes Schlauchboot mit Elektromotor ausgeliehen. Von hier aus kann man Richtung Süden fahren und bei den vielen einsamen Badebuchten (z.B. Cala Goloritze, Cala Biriala oder Spiaggia di Cala Sisine) ankern. Das Meerwasser ist hier glasklar und man kann vom Boot direkt ins Wasser springen und schnorcheln.

Mystisch und gleichzeitig gruselig ist die Geisterstadt Gairo Vecchio im Osten Sardiniens. Der Ausflug dahin war auf jeden Fall ein Abenteuer der besonderen Art. Starke Regenfälle haben in dem Ort immer wieder zu Überschwemmungen geführt und im Jahr 1951 mussten die Menschen ihre Häuser wegen einem besonders starken Sturm für immer verlassen. Heute sind nur noch verlassene Ruinen und Häuser übrig, die langsam wieder von der Natur zurückerobert werden. Zu Fuß durch die engen Gassen und Treppen, vorbei an eingefallenen Häusern kann man sich vorstellen, wie der Ort wohl früher einmal aussah.

Der schönste Strand im Osten war für uns eindeutig Su Sirboni Beach. Eine traumhafte Sandbucht, die sanft und flach ins Meer abfällt, eingerahmt von leuchtend roten Felsen und mit glasklarem Wasser. Rundherum nichts außer dichter Macchiawald und ein seit Jahrzehnten verfallenes Luxus-Feriendorf. Den Strand erreicht man zwar nur über einen 20-minütigen Fußmarsch, aber dafür ist am Strand dann auch entsprechend wenig los.

Am Rande des Supramonte Gebirges im Osten befindet sich der Lago del Cedrino. Diesen wunderschönen See haben wir mit dem Kayak erkundet. Umgeben von wuchtigem Kalkmassiv, rotbraunen Basaltfelsen und einsamer Natur. Auf dem Cedrino war es so still, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Perfekt, um ganz achtsam zu sein und einfach die Ruhe und die Natur zu genießen.

Mein Urlaubshighlight war die Wanderung zur Gola die Gorropu im Osten der Insel – eine der höchsten Schluchten Europas. Dazu wird es bald einen extra Beitrag geben.

 

Spiaggia di Punta Est

Spiaggia di Punta Est

Bootsfahrt bei Cala Ganone

Bootsfahrt bei Cala Ganone

Gairo Vecchio

Gairo Vecchio

Su Sirboni Beach

Su Sirboni Beach

Lago di Cedrino

Lago del Cedrino

 


 

Meine Sardinien Tipps

  • Fragt Einheimische um Rat! Die Sarden sind wirklich ein super hilfsbereites und nettes Völkchen. Wir haben in unseren Unterkünften oft Tipps von den einheimischen Gastgebern bekommen – und dadurch die besten Restaurants und schönsten Strände entdeckt.
  • Esst in einem klassischen Agriturismo! Hier bekommt ihr sardisches Essen, alles selbstgemacht und frisch vom Bauernhof. Empfehlen kann ich den Agriturismo Li Nalboni im Norden Sardiniens. Hier haben wir ein super leckeres 7-Gänge-Menü nach sardischer Tradition gegessen.
  • Schlaft auf der La Cera Farm! Wir haben auf dem Bauernhof in einem alten Caravan übernachtet und waren begeistert. Die beiden Gastgeber sind unglaublich lieb und zum Frühstück gibt es nur Selbstgemachtes. Neben den Caravans gibt’s auch noch wunderschöne Jurten.
  • In Alghero müsst ihr unbedingt im Lu Furat essen. Hier haben wir die beste Pizza gegessen und das typisch sardische Lokal ist nicht mal so sehr teuer. Ein echter Geheimtipp also! 🙂

 

Wart ihr schon mal auf Sardinien? Was waren eure Lieblingsorte?

 

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